Pastor Heinz Hiestermann, Pretoria
Wer schon den Weg zwischen Piet Retief und Paulpietersburg gefahren ist, kennt dieses Wahrzeichen auf dem Bild: „Jesus Christ is Lord … of all“. Dieser kurze Satz ist eine Predigt in sich selbst.
Der erste Teil stammt aus 1. Korinther 12,3: „Niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch den Heiligen Geist“. Dass Jesus unser Herr ist, bleibt auch im Jahr 2026 unsere Wirklichkeit. Auch bei allen Unsicherheiten und den Dingen, die uns Angst bereiten, bei Krankheit und Schmerz dürfen wir wissen, dass Jesus der Herr ist.
Es ist Weihnachten für uns Mensch geworden. Er ist der Immanuel, der Gott mit uns. In der Taufe sind wir mit ihm verbunden worden. Auch unsere Schuld hat er ans Kreuz genommen. Auch für uns ist er auferstanden, damit wir das ewige Leben haben. Diese Tatsache wird sich im neuen Jahr nicht ändern. Jesus ist unser Herr, der uns erlöst hat, und durch den wir das ewige Leben haben.
Dass dieser Jesus unser Herr ist, kann niemand sagen außer durch den Heiligen Geist, schreibt Paulus in 1. Korinther 12. Dieses Kapitel ist über die Gaben des Geistes. Am Anfang des Kapitels, durch diesen Satz auf dem Bild, macht Paulus es den Korinthern und uns klar, dass wir den Heiligen Geist haben, denn wir glauben, dass Jesus der Herr ist.
In Korinth damals, und heute in vielen Kirchen, wird behauptet, dass man nur sicher sein kann, dass man den Heiligen Geist hat, wenn man sichere Gaben hat, wie Zungenrede oder dass Gott irgendwie mit einem spricht. So ist es bei Paulus aber nicht. Wer an Jesus glaubt, der hat den Heiligen Geist, und somit auch die Gaben des Geistes.
Paulus nennt verschiedene Geistesgaben in diesem Kapitel:
- Die Gaben, bestimmte Ämter in der Kirche auszuüben
- Weisheit und Erkenntnis
- Prophetische Rede
- Zungenrede, usw.
Jeder soll die Gabe, die er oder sie empfangen hat, zum Aufbau der Kirche benutzen. Derselbe Geist gibt uns unterschiedliche Gaben, die wir in Gottes Reich einsetzen.
Eine Gabe des Geistes möchte ich hervorheben—die haben wir alle empfangen. In 1. Korinther 13 schreibt Paulus ein ganzes Kapitel über die Gabe der Liebe. Am Ende des Kapitels heißt es: „die Liebe ist die größte unter ihnen“. Wir haben alle die größte Gabe des Geistes empfangen.
Lasst uns in diesem Jahr diese Gabe des Geistes nutzen, indem wir einander lieben und die Gabe der Liebe in Fülle einsetzen in unseren Familien, in unseren Gemeinden, in der Synode, und darüber hinaus, und allen Menschen mit Liebe begegnen.
Denn die zweite Hälfte des Satzes „Jesus Christ is Lord … of all“ erinnert uns daran, „dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (Philipper 2,10-11).
Wir haben den Heiligen Geist empfangen, denn wir glauben an Jesus als unsern Herrn und Heiland. Das zeigt uns der erste Teil des Satzes. Doch der zweite Teil macht klar, dass es noch viele Menschen gibt, die die Botschaft von Jesus hören sollen, damit sie mit uns bekennen, dass Jesus der Herr ist.
Auch dazu können wir die Geistesgabe der Liebe benutzen, indem wir Gottes Liebe allen bezeugen, denn er will, „dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2,4).
Der Satz „Jesus Christ is Lord … of all“ erinnert auch uns, dass Jesus Christus unser Herr und Gott ist. Er hat uns erlöst durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung. In der Taufe sind wir seine Kinder geworden und haben den Heiligen Geist empfangen, und damit die Gabe der Liebe. Das wird sich ebenfalls im Jahr 2026 nicht ändern.
