Pastor Mintesinot B. Hanfato

Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies Weisen und Klugen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen. Alles ist mir übergeben von meinem Vater, und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will. Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. – Matthäus 11, 25-30

Unser Text spricht von zwei Dingen: Gottes Offenbarung und die Sabbatruhe. Zunächst dankt Jesus Gott, dem Vater, dass er „diese Dinge“ vor den Weisen und Verständigen verborgen und den kleinen Kindern offenbart hat. Was sind diese Dinge? Es sind die Dinge des gnädigen Willens des Vaters, der durch die Menschwerdung des Sohnes offenbart worden ist. Im Vaterunser lehrt uns Jesus zu beten: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“. Wem werden diese Dinge offenbart? Den kleinen Kindern, denen der Sohn sie offenbaren will.

In der jüdischen Weisheitstradition sind die Weisen nicht diejenigen, die in ihren eigenen Augen weise sind oder sich auf ihren eigenen Verstand verlassen (Sprüche 3,5-7; 12,15). Ein weiser Mensch ist vielmehr ein einfacher Mensch, der Gott fürchtet (Sprüche 1,7; 9,10).

Gott ist der Einzige, der diese Weisheit offenbart. Die biblische Weisheit ist in Jesus personifiziert, der die Weisheit Gottes ist, wie Paulus sagt: „denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“ (1. Korinther 1,24)

Das Bild der Säuglinge, der kleinen Kinder, könnte die Jünger oder, nach Matthäus 18, buchstäblich ein Kind sein. In der jüdischen Tradition ist ein Kind eine Person, die sich selbst demütigt, die keinen Widerspruch, keine versteckten Absichten hat, die gehorsam ist. In Jakobus 4,6 heißt es: „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.”

Zweitens: Jesus spricht über die Sabbatruhe. Jesus ruft auf: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28) Die Ruhe findet sich in der ganzen Bibel. Gott hat den 7. Tag, den Sabbat, als einen Tag der Ruhe bestimmt. Am 7. Tag ruhte Gott. Der Mensch wird aufgefordert, am Sabbat zu ruhen. Das Land ruht am Sabbat (Sabbatjahr). Die ewige Ruhe erwartet diejenigen, die Gott lieben und fürchten. Jesaja prophezeite, dass es Gott ist, der den Müden Ruhe schenkt (Jesaja 40,28-31).

Was ist mit „mühsam und beladen“ gemeint? Tiere trugen oft ein Joch. Wenn man einen Mann sieht, der ein Joch trägt, ist er nach jüdischer Tradition normalerweise sehr arm. Das Judentum verwendete dieses Bild, um Unterwerfung oder Gehorsam darzustellen. Das Joch bedeutete Gottes Gesetz und das Joch, sein Reich zu verdienen, indem man die Gebote hält. Das Joch des Gesetzes ist der vollkommene Gehorsam gegenüber Gott, der den Menschen von den Verpflichtungen gegenüber der Welt befreit und ihm Ruhe gibt.

Jesus sagt, dass das Befolgen dieses Gesetzes keine Ruhe gibt. Es ist schwer beladen. Man kann nicht zurückzahlen, was das Gesetz verlangt. Jesus sagt: Lasst mich euer Joch nehmen, und lasst mich euch das meine geben. Ich werde erfüllen, was das Gesetz von euch verlangt. Nehmt mein leichtes Joch, meine leichte Last, das ist das Evangelium, die Vergebung der Sünden, frei von der Angst vor dem Tod, dem Teufel und der Sünde.

Lasst uns beten: Lieber Jesus, wir preisen dich, dass wir an dich gejocht sind, um dein Evangelium zu tragen und für dich zu leben. Weil du für uns lebst und wir mit dir verbunden sind, ist uns keine Last zu schwer. Du hast uns durch deinen Geist versprochen, mit uns zu sein. Das ist unsere Ermutigung. Dir, dem Vater und dem Heiligen Geist, dem einen Gott, sei Ruhm, Ehre und Anbetung jetzt und in Ewigkeit. Amen.

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