Andacht: Seine güte währet ewiglich

Wort zur Kirchenjahreszeit

Bevor ich etwas esse oder trinke, schaue ich in der Regel das Verfallsdatum des Produkts an.

Vielleicht macht ihr es auch. Vielleicht kennt auch ihr diese unerklärbare Abneigung zu Lebensmittel, die ihr Verfallsdatum erreicht haben. Auch wenn die Milch noch nicht sauer riecht oder die Schokolade noch gut aussieht, geht es mir schlecht, wenn ich weiß, dass das Produkt sein Verfallsdatum erreicht hat. Wenn ich die Möglichkeit habe, versuche ich, solche Produkte zu vermeiden.

Schwieriger selbst ist es, wenn Produkte „verpackt am…“, „verkaufbar bis zum…“, oder „gebrauche bevor…“ Daten haben. Wie soll man dann wissen, ob das Produkt wirklich noch gut ist? Sollte ich ein Produkt kaufen, das sein „verkaufbar bis…“ Datum erreicht hat, aber noch nicht sein „gebrauche bevor…“ Datum? Oder sollte ich es eher nicht kaufen? Wie soll man da bloß durchsteigen?

Ich weiß, dass diese Angst vor Produkten, die ihr Verfallsdatum erreicht haben, eigentlich unbegründet ist. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die meisten Produkte noch gut sind, auch nach dem gefürchteten Verfallsdatum. (Das ist, wenn man glauben kann, was man im Internet liest!)

In diesem ganzen Durcheinander über Verfallsdaten auf Lebensmittel, bin ich dankbar, dass ich in der Kirche mit Dingen zu tun habe, die nicht verfallen. Wie Gottes Liebe und seine Güte, die kein Ende haben. Kein „mindest-haltbar-bis-Datum“.

Wenn es zu Gottes Güte gegenüber Sündern wie wir kommt, gibt es kein Verfallsdatum. Es gibt kein Etikett, auf dem steht, wann Gottes Liebe und seine Güte zu uns endet. Gottes Güte wird nicht sauer und verliert nicht ihre Süße, wie Lebensmittel nach dem Verfallsdatum!

Das kommt daher, weil wir seine Kinder sind, die er aus seiner großen Güte durch Jesu Tod am Kreuz erlöst hat. Am Kreuz sehen wir Gottes Liebe, die nicht endet, nicht weniger wird.

Die unendliche Güte Gottes zu seinen Kindern wird auf einer wunderbaren Weise in Psalm 136 beschrieben. Dieser Psalm betont eine Botschaft, und diese Botschaft wird in jedem einzelnen Vers des Psalms wiederholt.

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich.
Danket dem Gott aller Götter, denn seine Güte währet ewiglich.
Danket dem Herrn aller Herren, denn seine Güte währet ewiglich.
Der allein große Wunder tut, denn seine Güte währet ewiglich.
Der die Himmel mit Weisheit gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich. (Psalm 136,1-5)

In diesen fünf Versen, die hier abgedruckt sind, sehen wir, dass der Refrain „denn seine Güte währet ewiglich“ in jedem Vers wiederholt wird. Und das gilt auch für die restlichen Verse des Psalms. In allen 26 Versen finden wir den Refrain „denn seine Güte währet ewiglich“.

Der Psalm lehrt uns darum vor allem eines: dass Gottes Güte ewig ist, dass sie für immer hält, dass sie kein Verfallsdatum hat. Die gute Botschaft ist, dass wenn es zu Gottes Güte uns gegenüber kommt, brauchen wir kein Etikett mit einem Haltbarkeitsdatum zu suchen. Der Schreiber von Psalm 136 wiederholt es 26 Mal: Gottes Güte währet ewiglich!

Wenn man aber nun so daran gewohnt ist, um bei Lebensmittel das Verfallbarkeitsdatum zu suchen, und man auch irgendwo sehen will, dass Gottes Güte wirklich ewig ist, dann schaut auf das Kreuz. Seht dort Gottes Güte zu euch!

Am Kreuz sehen wir, wie gnädig Gott an uns gehandelt hat. Jesus ist für deine und meine Sünden gestorben. Und wenn wir Buße tun, indem wir um die Vergebung unserer Sünden bitten, dann werden sie auch vergeben, weil Jesus sie am Kreuz auf sich genommen hat. Man könnte sagen: Wenn du Gottes Vergebung empfängst, verfallen deine Sünden! Dann haben sie ihr Ablaufdatum erreicht!

Darum, schaut zum Kreuz. Dort seht ihr Gottes Güte, die kein Ende hat; die bis in Ewigkeit währet. Dort am Kreuz sehen wir, was Jesus getan hat, damit wir ewig in Gottes ewiger Güte leben werden!

Pastor Dr. Heinz Hiestermann, Greytown

 

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