Kirchenmission in Ruanda

Kirchenmission in Ruanda

Nachrichten aus der Lutherischen Kirchenmission Katechismusunterricht in Ruanda

Ruanda ist eigentlich gar nicht so weit entfernt von Südafrika. Leider hatte ich jedoch meinen Anschlussflug verpasst und musste einige Stunden auf dem Johannesburger OR Tambo Flughafen verbringen. Deswegen kam mir die Reise dann doch etwas länger vor. Nach nur vierstündigem Flug war ich dann aber doch in der Hauptstadt Kigali.

Anfang April sollte ich eine Woche lang über die Katechismen Luthers unterrichten, Bischof Maragelo hingegen über die Augsburger Konfession. Allerdings hatte er kurzfristig abgesagt.

Pastor Jean Claude Maniragaba hat mich beim Flughafen abgeholt. Das Treffen sollte nicht in Kigali, sondern in der Nähe von der Kleinstadt Nyagatare stattfinden. Sie liegt nordöstlich von Kigali in einer sehr ländlichen Umgebung.

Viel Interessantes konnte ich schon auf der Anreise sehen: Kühe mit überdimensionalen Hörnern; Motorräder, die als Taxis Kunden von Ort zu Ort bringen; Fahrräder, die als Transportmittel für schwere Lasten benutzt werden. Ich habe sehr wenig Müll gesehen. Unzählige Gemüsegärten dicht an der Straße sorgten für ein herrliches Grün so weit das Auge sehen kann. Bohnen, Erdnüsse, Madumbis, Bananen, Kasawawurzeln, Mais, an manchen Stellen Reis – alles wird mit der Hand angebaut, gepflegt und geerntet. Dank der Trocken- und Regenzeiten pflanzt und erntet man zweimal im Jahr. Die Menschen, die wir getroffen haben, leben als Selbstversorger und arbeiten sehr viel auf den kleinen Feldern. Insgesamt kam mir das ganze Land sehr arm vor.

Die Lutherische Kirche im südlichen Afrika (LCSA) und die Lutherische Kirchenmission (LKM) wurden von einer Gruppe Pfarrer und Prediger aus Ruanda angesprochen, die gerne ihre Kontakte zu einer bestehenden Lutherischen Kirche verstärken wollte: Sie wollen lutherisch werden. Deswegen wurde ich von der LKM beauftragt, einen ersten Unterrichtsversuch zu starten. Dabei galt es vor allem sprachliche Hindernisse zu überwinden.

Der „Hauptpastor“, Jean Claude Maniragaba diente als Übersetzer. Ich habe auf Englisch gesprochen während er in Kinyarwanda übersetzte. Der Unterricht fand von Montagnachmittag bis Freitagmittag statt. Thematisch war die Woche in drei Teile geteilt: der Katechismus, der Gottesdienst und die Augsburger Konfession.

Begonnen habe ich mit einer Einleitung über die beiden Katechismen Luthers, dann habe ich die Hauptstücke des kleinen Katechismus ausgeführt. In der Einheit über Liturgie habe ich den Ablauf unseres Lutherischen Gottesdienstes, wie ich ihn aus unseren Kirchen kenne, erklärt.

Die letzte Einheit handelte von der Augsburger Konfession. Dieses Thema fiel aus zeitlichen Gründen relativ kurz aus. Wir konnten eigentlich nur den ersten Teil der Konfession anschneiden. Wir haben noch die Überschriften der ersten einundzwanzig Artikel in Kinyarwanda übersetzt und kurz ihren Inhalt angesprochen. Die Suche nach den richtigen Wörtern war dabei faszinierend. Leider kann ich kein Kinyarwanda. Ich glaube, dass es sehr gut wäre, wenn Pastor Maniragaba eine Weile am Seminar in Pretoria studieren könnte, damit unsere Übersetzungsarbeit immer besser wird. Es wäre gut, wenn er lutherische Theologie studieren könnte, und zwar auf Englisch. Dann hätten wir einen guten Brückenbauer von uns zu den anderen Pfarrern in Ruanda.

Die Woche mit Menschen zu verbringen, die die lutherischen Katechismen so schätzen und so fröhlich lernen und studieren, war für mich eine sehr erbauliche und lehrreiche Zeit. Es war faszinierend, wie motiviert und interessiert die Teilnehmer mitgemacht haben.

Die Einladung für den nächsten Kurs habe ich bereits bekommen. Am liebsten sollte ich zwei Wochen bleiben, sagten sie. Es liegt nun an der LKM zu entscheiden, wann dieser Unterricht wieder stattfinden wird. Ich freue mich schon darauf. Eine junge Kirche, die uns einlädt mit ihr die Katechismen, den Gottesdienst und die Augsburger Konfession zu studieren, wollen wir gern begleiten und die Gelegenheit fröhlich nutzen, selbst neu zu lernen, was es heißt, lutherisch zu sein!

Missionar Peter Weber, Umhlangeni

 

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