Angelika Johannes, Panbult
Zusammen mit dem Reformationsfest wurde am 26. Oktober 2025 auch das 100-jährige Bestehen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Panbult gefeiert. Als Leitmotiv und passend zu beiden Festen wurde die 2. Strophe des Gesangs Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“ gewählt:
„Mit unsrer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit‘ für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.“
Im Fokus des Tages stand der Gottesdienst unter der Leitung des Ortspastors Matthias Albers. Der Chor, begleitet von Orgel und Bläsern, eröffnete das Fest mit „Herr, unser Herrscher“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und führte die Gemeinde zu einem musikalischen Höhepunkt mit dem eigens für das Jubiläum komponierte Arrangement des Leitmotivs „Mit unsrer Macht ist nichts getan“ von Dietrich Johannes.
Die Predigt zu 5. Mose 6,4-9 hielt der Altpanbulter und Bischof Helmut Paul. Er verband den Bibeltext sehr treffend mit der heutigen Situation der Gemeinde Panbult. Währenddessen fand in einem Zelt draußen der Kindergottesdienst statt, in dem die Kinder eine kleine Aufführung zur Reformationsgeschichte erlebten. Der Chor antwortete auf die Predigt mit „Dein Wort, o Herr, wohnt weit und ewig im Himmel“ von Max Reger.
Als kleinere Gemeinde der Synode war es erfrischend, den Gemeindegesang in der Kirche so kraftvoll zu erleben. Es versammelten sich Gemeindeglieder, Altpanbulter, Mitglieder benachbarter Gemeinden unserer Synode sowie Freunde aus der Gemeinschaft, um gemeinsam Gottes Wort zu hören und dankbar auf 100 Jahre zurückzublicken. Zum Abschluss des Gottesdienstes erklang von der Empore noch einmal imposant „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Václav Nelhýbel, gespielt von Bläsern und Orgel.
Am Vortag fand eine informelle Vorfeier statt, und man spürte, wie sich Gespräche, freudiges Wiedersehen und geselliges Beisammensein auf dem Kirchhof fortsetzten. Der Posaunenchor erfüllte den Hof mit Musik, und bei herrlichem Mittagessen unter den Bäumen wurden viele Geschichten und Erinnerungen geteilt.
In der zweiten Hälfte der Jubiläumsfeier versammelten sich alle in einem Festzelt, wo der Kinderchor mit viel Energie zwei Lieder sang. Anschließend hielt Eckhardt Paul einen interessanten geschichtlichen Vortrag, der die letzten 100 Jahre der Gemeinde aufzeichnete. Die Jubiläumsschrift wurde offiziell mehreren Ehrengästen überreicht, und Grußworte aus anderen Gemeinden und aus Deutschland wurden verlesen. Mit Segenswünschen für die Zukunft und Dankesworten für die Vergangenheit blickt die Gemeinde Panbult zuversichtlich nach vorn und erinnert sich immer wieder: „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“ (Johannes 1,16)

