LLDP – Teil II

In der Juni 2020 Ausgabe der Bekennenden Lutherischen Kirche habe ich über meine Teilnahme am Lutheran Leadership Development Program (LLDP) berichtet – eine Initiative des Internationalen Lutherischen Rats (ILC) in Zusammenarbeit mit der Lutheran Church – Missouri Synod (LCMS), Concordia Publishing House (CPH) und Concordia Theological Seminary in Fort Wayne (CTSFW). Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Hälfte der Kursanforderungen erfüllt.

Nach einer zweijährigen Verschiebung (aufgrund der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie) konnte das Programm schließlich mit der vierten Einheit wieder aufgenommen werden. Zwei Kurse, „Liturgie und Liedgut“ und „Abendmahl“, wurden im Februar 2022 im International Lutheran Centre (Alte Lateinschule) in Wittenberg, Deutschland, abgehalten. Exkursionen zu bedeutenden historischen Stätten in Wittenberg, Erfurt, Leipzig und auf der Wartburg kamen hinzu.

Die fünfte Einheit fand im Juli 2022 in Fort Wayne statt. Es wurden zwei sehr praktische Kurse angeboten: „Strategische Planung und Aufgabenmanagement“ und „Budgetierung und finanzielle Rechenschaftspflicht“. Rückblickend auf das gesamte Programm muss ich sagen, dass diese beiden Kurse besonders hilfreich waren und einen sogenannten Höhepunkt bildeten. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, von den erfahrenen Referenten dieser Kurse zu lernen. Eine dieser Referenten, Dr. Jeff Skopak, soll so Gott will bei der kommenden Synode im Mai präsentieren. Während unseres zweiwöchigen Aufenthalts lernten wir auch die Leitung zweier sehr erfolgreicher Initiativen innerhalb der LCMS kennen: Concordia Plans (Rentenversicherung) und der Lutheran Church Extension Fund. Diese unterstützen Pastoren und weitere von der Kirche angestellte Posten und finanzieren Gemeindearbeit als auch verschiedene Missionsprojekte in der LCMS und darüber hinaus.

LLDP-Teilnehmer besuchen Präsident Tom Egger während einer Reise zum Concordia-Seminar in St. Louis, Missouri (November 2022).

Die sechste Einheit fand im November 2022 in einer LCMS-Gemeinde in Troy, Illinois, statt. Wieder wurden zwei Kurse angeboten: „Das Amt des Pastors“ und „Lutherische Mission, Ekklesiologie und Ökumene“. Da wir in der Gegend waren, besuchten wir das International Centre der LCMS in St. Louis und auch das Concordia Seminary. Das Programm endete mit einer Abschlussfeier, bei der ein Zertifikat für Theologie in lutherischer Leiterschaft im Namen des ILC verliehen wurde.

Wenn ich auf die gesamte Erfahrung im LLDP zurückblicke, muss ich feststellen, dass es mich in vielerlei Hinsicht herausgefordert, aber auch geprägt hat. Was ich daraus mitnehme, wird meine Arbeit als Pastor maßgeblich beeinflussen. Die Vorteile, die ich aus der Teilnahme an diesem Programm ziehen konnte, sind vielfältig, und ich bin mir sicher, dass ich mit der Zeit noch mehr Positives daraus mitnehmen werde. Um nur Einiges zu nennen: Es verlieh mir Zeit, über die Anforderungen und Herausforderungen in den Gemeinden und in der FELSISA nachzudenken. Oft wird man von den alltäglichen Aufgaben überrollt, und sehr oft bleiben Probleme ungelöst. Hier hatte ich die Zeit, ein wenig auszusteigen und alles aus einer anderen Perspektive zu betrachten, eher als Herausforderung, an Lösungen zu arbeiten, Strategien zu entwickeln und Schritte zu definieren. Zum anderen habe ich erkannt, dass die Probleme, mit denen wir hier konfrontiert sind, nicht so einzigartig sind, wie wir sie oft wahrnehmen, aber dass die Lösungen für diese Probleme oft unterschiedlich sind. Ich habe wertvolle Fähigkeiten in Bezug auf das Lehren und Leiten gelernt. Ich habe gelernt, dass Leitung und Lehren oft Hand in Hand gehen.

LLDP-Teilnehmer genießen einen Moment des Lachens zusammen bei einem Grillfest, das von der ILC-Schatzmeisterin, Alison Blodgett, ausgerichtet wurde (Juli 2022).

Der Kontakt zu den Leitern anderer kirchlicher Einrichtungen war sehr nützlich. Diese kennen zu lernen und ein Abschnitt des Weges gemeinsam zu gehen, war eine großartige Gelegenheit, die Konferenzen, Synoden und kurze Treffen nicht bieten können. Auch der Kontakt zu und das Lernen von der Leitung im akademischen Bereich, erfahrenen Pastoren und Professoren – was für ein großes Privileg! Im Theologiestudium verbrachte man viel Zeit im Unterricht, lernte von großartigen Lehrern, aber der Kontext, in dem man arbeitete, war oft erdacht, er lag in der Zukunft, das Arbeitsfeld war noch nicht definiert. Man stellte sich die Umstände vor, man dachte sich Lösungen für Probleme aus, mit denen man möglicherweise konfrontiert werden könnte. Nicht so bei diesem Programm. Ich hatte die Möglichkeit, über konkrete Probleme und Herausforderungen nachzudenken, mit Professoren und geschätzten Kollegen über Lösungen zu diskutieren und zusammenzuarbeiten.

Ich bin sehr dankbar für die Gelegenheit, die mir geboten wurde. Ich wünsche diesem Programm Gottes reichsten Segen und dass noch viele die Chance und das Privileg haben werden, durch dieses LLDP zu lernen und mit Männern Gottes zusammenzuarbeiten und zu lernen, mit den Gaben, die Gott seiner Kirche anvertraut, voran zu gehen und zu leiten.

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