Feier des 125. Jubiläums der Salemsgemeinde Gedenkfeier zum 70. Jubiläum der Kirchweihe

Pastor Marlon Hiestermann, Uelzen

Manchmal könnten wir versucht sein, die Existenz unserer Gemeinden als selbstverständlich anzusehen, so als ob sie schon immer existiert hätten. Angesichts der Unvorhersehbarkeit des Lebens ist es jedoch wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, dass eine christliche Gemeinde von Gott mit Leben beschenkt wurde und in guter Ordnung erhalten wird, und zwar zu festen Zeitpunkten und an einem bestimmten Ort. Dementsprechend ist es wertvoll und wohltuend, einen Meilenstein im Alter einer Gemeinde zu feiern, wobei man durch Gottes heiliges Wort bedient und dazu gebracht wird, unseren himmlischen Vater durch seinen Sohn Jesus Christus anzubeten und zu loben für seine vielen Gaben an seine Gemeinde und darüber hinaus.

Die Salemsgemeinde wurde am 28. März 1897, also vor 125 Jahren, gegründet. Die Gemeinde hatte in diesem Jahr noch mehr zu feiern, denn sie blickt auch auf 70 Jahre Nutzung ihres Kirchengebäudes zurück, das am 8. Juni 1952 eingeweiht wurde.

Da die Gemeinde ihr Gründungsdatum mit der Grundschule Uelzen teilt, haben die beiden ihre Jubiläumsfeiern in den ersten Septembertagen dieses Jahres miteinander koordiniert. Am 4. September feierte Salem Uelzen seine beiden Jubiläen mit einem Gottesdienst, der gleichzeitig als das jährliche Missionsfest der Gemeinden ELC Newcastle, St. Petrus Vryheid und Salem Uelzen stattfand. Als Pastor vor Ort leitete ich die Liturgie und wurde dabei in Teilen von Pastor Rüdiger Gevers (Vryheid) und dem ehemaligen Pastor von Salem Uelzen (2000-2004), Pastor im Ruhestand Reinhold Thom, unterstützt. Pastor Thomas Beneke (Newcastle) hielt die Predigt über 1. Könige 8, 27-30.

Nach dem Gottesdienst wurde die lustige, aber auch herausfordernde Aufgabe unternommen, ein Foto von allen Anwesenden zu machen. Nach einer Pause wurden die Feierlichkeiten im Gemeindesaal mit Präsentationen über die Geschichte von Salem Uelzen fortgesetzt. Als Zeremonienmeister diente Herr Arthur Hellberg, der zu Beginn der Veranstaltung einen kurzen Abriss der Geschichte der Gemeinde verlas (zu finden auf der FELSISA Website). Die Familien der ehemaligen, inzwischen verstorbenen Pastoren der Gemeinde waren eingeladen, einen Vertreter zu Wort kommen zu lassen, der Grußworte sprach und an die Dienstzeiten der einzelnen Pastoren erinnerte. Frau Ilse Hellberg, die Großtochter des ersten Pastors der Salem-Gemeinde (Pastor Wilhelm Hellberg, 1897-1923), war eine der herausragenden Rednerinnen – ihre Ansprache dauerte zwar etwas länger als erwartet, aber sie gab einen bewegenden Bericht über die vergangenen Jahre in Uelzen. Ihr folgten Frau Margrit Clarence (Großtochter von Pastor Wilhelm Reusch, 1923-1967), ein Brief von Pastor Matthias Albers (Sohn von Pastor Ernst-August Albers, 1967-1974) und Frau Waldtraut Köhne (Ehefrau von Pastor Werner Köhne, 1974-1987). Pastor Reinhold Thom reflektierte sowohl über sein Aufwachsen in der Gemeinde als auch über seine Dienstjahre, während die Videoansprachen von Pastor Helmut Straeuli (1987-1999) und Pastor Kurt Böhmer (2004-2018) von den Anwesenden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und geschätzt wurden.

Die Anwesenden waren sehr dankbar für das von den Uelzener Frauen zubereitete Mittagessen. Kurz darauf kam der Abschluss der Feier mit der Enthüllung des neuen Wegzeichens, das dort steht, wo sich unsere Straße teilt und zur Kirche bzw. zur Schule führt. Ich hielt eine kurze Andacht, und anschließend wurde Frau Marie Dimock und Pastor Reinhold Thom die Ehre zuteil, die Schnüre zu ziehen, mit denen das lasergeschnittene Schild enthüllt wurde, auf dem der vollständige Name der Gemeinde sowie ihr Siegel und ein Bild des Kirchengebäudes zu sehen sind. Ich wies darauf hin, dass die Idee für dieses Schild unter anderem deshalb entstanden ist, weil einige Gäste und Passanten, die unsere Räumlichkeiten nicht kennen, zuvor Schwierigkeiten hatten, den Weg zur Kirche, zum Gemeindesaal und zum Pfarrhaus zu finden, und stattdessen bei der Schule landeten. Wir beten, dass der Pfeil auf diesem Schild den Menschen nicht nur den Weg zum Kirchengelände weist, sondern auch einen kleinen Beitrag dazu leistet, uns alle auf die Quelle unseres Heils hinzuweisen, unseren Herrn und Erlöser Jesus Christus, der in Salem Uelzen armen Sündern mit Vergebung und Heil durch Wort und Sakrament dient.

Lob, Preis und Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, dem einen und ewigen Gott, der uns nicht nur ein wunderbares Fest geschenkt hat, sondern auch seine Haushalter in Uelzen über 125 Jahre lang gnädig versammelt, erhalten und versorgt hat!

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