Ein Missionsabenteuer – um des Evangeliums Willen

Ein Missionsabenteuer – um des Evangeliums Willen in Africa. Canoe with Africans on a river

Pastor Mateus Sifa, Präses der Concordia Lutheran Church in Mozambique (ILCM), zog im September 2016 mit seiner Familie in die Stadt Beira um.

Sie wohnen nun im Manga Township. Er ist der erste Pastor der ILCM, der in einem Stadtgebiet arbeitet, ca. 500km vom Hauptsitz der Kirche in Sena entfernt. Eine kleine Gruppe lutherischer Christen hatte sich hier im Township niedergelassen. Sie trafen sich unter der Leitung eines jungen Studenten namens Antonio Quembo. Sie waren auf der Suche nach seelsorgerlicher Betreuung, und so kam Pastor Mateus um die junge Gemeinde zu unterstützen und als Hirte vorzustehen. Durch die Leitung des Pastors und die Predigt des Evangeliums ist die Gruppe inzwischen gewachsen: zurzeit hat die Gemeinde bereits 42 Mitglieder.

Einige der neuen Gemeindeglieder erzählten in der Heimat von ihrem Glauben. So wurde Pastor Mateus eingeladen, mehrere Dörfer zu besuchen. Inzwischen predigt Pastor Mateus an acht Orten: Manga, Nhamatanda, Manguiba B, Nhamatanda Manguiba A, Nhachirindi, Marringuí, Gumbasalai, Mambalo und Inhaminga.

Nhamatanda ist eine besonders aufstrebende Gemeinschaft. Leider erlitten sie nach der verheerenden Dürre im vergangenen Jahr nun auch noch Fluten aufgrund der schweren Regenfälle. Sie verloren ihre gesamte Ernte sowie Ziegen und Hühner. Daraufhin tat sich die kleine Gemeinde in Beira zusammen und beschloss, die Glaubensgeschwister in Nhamatanda zu unterstützen. Sie sammelten 100kg Mais, Öl, Seife, Kerzen und Streichhölzer. Der Einzige aus der Gemeinde, der ein Auto besitzt, hat dieses ausgeliehen, damit die Hilfsgüter nach Nhamatanda gebracht werden konnten.

Am 19. Januar fuhren Pastor Mateus und der junge Antonio früh morgens los. Aufgrund der Fluten konnten sie die Fahrt nicht per Auto fortsetzen. Sie mieteten kurzerhand zwei Fahrräder, packten die Hilfsgüter drauf und fuhren so durch Matsch und Wassermassen weiter. Als sie in Nhamatanda ankamen, verteilten sie die mitgebrachten Gaben und predigten das Evangelium. Die Menschen waren froh über die Gaben und über die Tatsache, dass sie Pastorenbesuch bekommen hatten!

Es wurde ihnen berichtet, dass ein weiterer Ort (Nhachirindi) den Wu-nsch geäußert hatte, das Evangelium zu hören. Pastor Mateus und Antonio fassten den Beschluss, sich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Es war ein beschwerlicher Weg bis Nhachirindi. Sie hielten nicht einmal zum Essen an und irgendwann war auch das Trinkwasser alle. Pastor Mateus schreibt: „Ich nutzte die Gelegenheit, um über das Lebende Wasser zu predigen – so wie Jesus das tat am Brunnen in Samaria (Johannes 4). Der einzige Brunnen, der nie austrocknet, ist Jesus Christus, das Wasser des Lebens.

Es war eine große Herausforderung für mich, mit viel unerwartetem Leiden, den ganzen Tag ohne Essen, nur schmutziges Wasser zum Trinken, den Fluss im kleinen Boot zu überqueren, die Straßen voller Matsch… Aber Gott sei Dank sind wir sicher angekommen. Die Menschen warteten bereits auf uns und wir teilten mit ihnen das Evangelium von Jesus.“

Sie kehrten am gleichen Tag nach Beira zurück und kamen müde und erschöpft um 23 Uhr an. Sie waren aber froh, dass sie die Gelegenheit bekommen hatten, das Evangelium zu predigen, und sowohl die Liebe Christi als auch Essen und Hilfsgüter verteilen zu können.

Die Kirche in Beira begann als eine Hausgemeinde im Hause von Antonio. Als für die Kirche ein Grundstück erworben werden konnte, wurde ein Zimmer als Gottesdienstraum eingerichtet. Bald war es zu klein. Die Mitglieder nahmen es auf sich, eine Kirche auf dem Grundstück neben dem Haus von Pastor Mateus zu bauen. Jeder kaufte ein Stück Holz für die Baustruktur, und man sammelte Pappe und Plastik für die Wände. Einige Studenten vom Theological Education Program (TEP) befestigten ein schwarzes Segel als Dach.

Der nächste Schritt wird sein, Stühle zu besorgen. Auch hofft man ein Keyboard kaufen zu können, um die Gesänge zu begleiten. Zurzeit gibt es nur Trommeln. Auch werden sie bald eine permanente Kirche aus Backsteinen bauen müssen. Ihr seid herzlich eingeladen, dieses Projekt zu unterstützen!

Dank: Wir danken herzlich für alle Unterstützung und Gebete. Vergesst diese junge Kirche nicht, die eifrig ist, die Liebe Christi mit Menschen aus ganz Mosambik (bis an die Grenze zu Malawi) zu teilen.

Pastor Walter Winterle, Kapstadt (Übersetzung: Pastor Roland Johannes, Wartburg)

 

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